Förderbeispiele

Plus-Energie-Schule Rostock-Reutershagen

Plus-Energie-Schule 1
Foto: Plus-Energie-Schule Rostock

Ein Projektbeispiel aus dem Programm "Aktionsplan Klimaschutz".

Die Plus-Energie-Schule Rostock-Reutershagen erhielt den BMWi-Preis "Energieeffiziente Schule 2014". Das Vorhaben wird zu 65 % auf die förderfähigen Gesamtkosten (7,35 Mio. €) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vertreten durch die Forschungszentrum Jülich GmbH, finanziert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern  beteiligt sich an diesem Projekt unter dem Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung - EFRE mit 25 % der förderfähigen Gesamtausgaben (1,84 Mio. €). Mitte 2015 soll die Baumaßnahme voraussichtlich abgeschlossen sein.

Im Zuge der Sanierung des Gymnasiums zur “Plus-Energie Schule“ erfolgt ein Rückbau der sanierungsbedürftigen Nebengebäude. Dabei bleibt das Hauptgebäude bestehen und wird durch einen West- und Nordanbau ergänzt. Zwischen den beiden Gebäuden entsteht eine unbeheizte Zwischenklimazone, die als Schulstraße bezeichnet wird. Von dieser Schulstraße aus sind alle Klassenzimmer zugänglich. Die Konstruktion des Bestandsgebäudes wird durch eine Außendämmung mit Holzverkleidung ergänzt. Photovoltaik(PV)-Flächen sind in der Fassade und im Dach integriert.

Die Gebäudehülle wird mit hocheffizienten Dämmbaustoffen in Modulbauweise verkleidet. Dazu gehören vorgefertigte Fassaden- und Dachflächenelemente, die einem hohen Dämmstandard entsprechen. Dadurch wird es möglich, die notwendige Reduzierung der Transmissionswärmeverluste zu erzielen und somit das PLUS-Energie Ziel zu erreichen. Die Bodenplatte des Gebäudebestandes wird mit Vakuum-Dämmpaneelen optimiert. Die Nutzung der Abwärme innerhalb der Gebäudehülle wirkt sich zudem positiv auf die Gesamtenergiebilanz des Gebäudes aus.

Zur Strombereitstellung werden zwei Windkraftanlagen (je 3,5 kW) und die gebäudeintegrierte PV-Anlage (140 kWp) eingesetzt. Die PV-Elemente an der Fassade über den Fenstern dienen zusätzlich als saisonaler Sonnenschutz.

Es ist eine Heizung geplant, die aus zwei Systemen besteht. Durch eine Wandheizung auf Basis einer Sockelleistenheizung werden die Räume auf 17°C temperiert. Über eine Deckenstrahlheizung wird zusätzliche, schnell wirkende Wärme eingebracht, die den Raum auf die benötigte Temperatur erwärmt.

Die Klassen- und Fachräume werden mechanisch be- und entlüftet. Die Zuluft wird in die Klassenräume eingeblasen. Durch Überströmöffnungen wird die Luft in die Schulstraße geleitet, die dadurch indirekt beheizt wird. Die verbrauchte Luft wird aus der Schulstraße entnommen und über Rotationswärmetauscher zur Vorwärmung der Frischluft abgeführt. Die Erwärmung der Zuluft erfolgt mittels Wärmetauscher.

Für die Beleuchtung in den Klassenzimmern, Lehrerzimmern und Fluren werden Leuchten mit einem hohen Wirkungsgrad eingesetzt. Die Steuerung der Beleuchtung in den Klassenräumen erfolgt nach Anwesenheit und Lichtbedarf. Für die Sicherheitsbeleuchtung werden ausschließlich LED- Leuchten installiert.

 


Galerie Plus-Energie-Schule