Corona November- und Dezemberhilfe 2020

Die außerordentlichen Wirtschaftshilfen (November- und Dezemberhilfe 2020) des Bundes richten sich an Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder in Folge des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 28. Oktober 2020 und 25. November 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen). Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.
Antragsberechtigt sind ebenfalls alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen). Ferner sind außerdem Unternehmen antragsberechtigt, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der vorgenannten Beschlüsse vom 28. Oktober 2020 und 25. November 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent im November 2020 bzw. Dezember 2020 erleiden.

Die Antragstellung erfolgt voll elektronisch über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte).
Ausgenommen sind Solo-Selbstständige, die nicht bereits Leistungen aus der Überbrückungshilfe (I oder II) beantragt haben, nicht mehr als 5.000 Euro Förderung aus der November- oder Dezemberhilfe beantragen und zum Stichtag 29. Februar 2020 weniger als einen Mitarbeiter auf Vollzeitbasis beschäftigten. Sie können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben.

Die Antragsfrist für die November- und Dezemberhilfe endet am 30. April 2021.

Bitte beachten Sie: Zum jetzigen Zeitpunkt werden auf die Novemberhilfe nur Abschlagszahlungen geleistet, vorbehaltlich einer anschließenden Prüfung der Anträge durch die Bewilligungsstellen. Für die Dezemberhilfe können ab sofort Anträge gestellt werden. Auszahlungen und Abschlagszahlungen für die Dezemberhilfe starten voraussichtlich Anfang Januar 2021.

Antrag über einen  prüfenden Dritten

Die Antragstellung erfolgt voll elektronisch über die Plattform. Auskünfte zu Ihrem Antrag erhalten Sie von dem prüfenden Dritten, der für Sie den Antrag gestellt hat. Derzeit ist es für das LFI noch nicht möglich die Anträge zu bearbeiten, da die dafür notwendigen Programmierarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Bitte sehen Sie von Rückfragen dazu ab.

Antrag in eigenem Namen (Direktantrag)

Solo-Selbstständige, die

  • keine Leistungen aus der Überbrückungshilfe (I oder II) beantragt haben und
  • nicht mehr als 5.000 Euro Förderung aus der Novemberhilfe beantragen und
  • zum Stichtag 29. Februar 2020 weniger als einen Mitarbeiter auf Vollzeitbasis beschäftigten

können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten.

Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen. Dazu wurde auf der o. g. Internetseite ein Link zur Verfügung gestellt.
Vereine, GmbHs und Antragsteller anderer Rechtsformen, die nicht im Antragssystem für Anträge im eigenen Namen gelistet sind, müssen den Antrag durch einen prüfenden Dritten einreichen lassen.

Bitte beachten Sie!

Wurde ein Direktantrag gestellt, kann daraufhin kein zusätzlicher Antrag auf November- bzw. Dezemberhilfe über einen prüfenden Dritten mehr gestellt werden. Ein einmal gestellter Direktantrag kann auch nicht über das Antragssystem zurückgezogen werden.

Der Direktantrag auf November- bzw. Dezemberhilfe kann nur einmal gestellt werden. Bitte berücksichtigen Sie alle von der Schließungsanordnung betroffenen Tage im November bzw. Dezember, nicht nur die Werktage. Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden ist über das digitale Antragssystem derzeit noch nicht möglich. Sie können jedoch einen Änderungswunsch über das System mitteilen. Einen entsprechenden Änderungsantrag zu Ihrem Direktantrag werden Sie dann voraussichtlich ab Mitte Januar stellen können. Bitte warten Sie solange ab und wenden Sie sich nicht an die Bewilligungsstellen.

 

Dokumente zum Download

Informationen der Bundesregierung zum Förderprogramm